Expertenwerkstatt am 20. und 21. Juli 2021

Meta-Ethnographie

Ansatz für die Synthese qualitativer Forschungsarbeiten in der Gesundheitsforschung

Organisatorin: Dr. Katja Kühlmeyer (Netzwerk für Qualitative Forschung in Medizin und Public Health)

Expertin: Prof. Dr. Emma France, University of Sterling, Schottland, UK

Meta-Ethnographie ist ein Literatursyntheseansatz für qualitative Forschungsarbeiten. Er wurde in den 1980er Jahren von Noblit und Hare entwickelt und im Laufe der Zeit erweitert und immer weiter ausdifferenziert. Er wird verwendet, um Berichte qualitativer Forschung, z.B. Berichte über Interviewstudien miteinander zu vergleichen und ihr Verhältnis zueinander zu bestimmen. Eine Wesentliche Operation dabei ist die gegenseitige Übersetzung der Studienberichte ineinander. Die Meta-Ethnographie wird verstärkt in der Gesundheitsforschung eingesetzt, u.a. um die Geltung von qualitativen Forschungsergebnissen für unterschiedliche Untersuchungskontexte zu überprüfen und zu erweitern. In dieser Expertenwerkstatt wird Emma France die Einsatzmöglichkeiten der Methode erläutern und wesentliche Prinzipen im methodischen Vorgehen und in der Berichtlegung vermitteln. Verdeutlicht wird der Ansatz an konkreten Projekten der Teilnehmer:innen und ihrem Umgang mit den methodischen Vorgaben und forschungspraktische Herausforderungen.

Emma France ist Professorin in der Abteilung für Pflegewissenschaft, Hebammenwissenschaft und verwandte Gesundheitsberufe an der Universität von Stirling. Emma leitete Projekte und erhielt Stipendien zu verschiedenen Forschungsvorhaben rund um die Themen Familie und chronische Krankheit sowie für methodische Forschung im Bereich der qualitativen Evidenzsynthese, insbesondere der Meta-Ethnographie (eMERGe-Project) . Sie ist auf qualitative Forschungsmethoden spezialisiert, verfügt aber auch über Expertise in quantitativen und mixed-methods-Ansätzen. Emma hat ursprünglich Psychologie und Französisch studiert und in der Psychologie promoviert.

Der Workshop wird in Kooperation mit dem ENFoLDING-Projekt (gefördert durch das BMBF) statt und richtet sich an Personen, die über Grundkenntnisse in qualitativer Forschung und erste Vorerfahrungen verfügen. Eine Vorerfahrung mit der Meta-Ethnographie ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Die Workshop-Sprache ist Englisch.

Die maximale Anzahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt und die Plätze werden nach dem Prinzip first come fist serve vergeben.

Termin: 20. und 21.07. (jeweils von 10:30-14:00 Uhr)

Bitte melden Sie sich über das Kontaktformular, wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an der Veranstaltung haben.

 

[wpforms id=”13″ title=”false” description=”false”]